Ökoarchitektur meets Nature

p1010154b

Ein Neubau in der Münchner Innenstadt, wird demnächst mit viel Pomp eingeweiht werden. Hat so ziemlich alles Features, die man braucht, um als Ökoarchitektur zu gelten. Prunkt mit Photovoltaik an der Fassade. Verzichtet selbstverständlich nicht auf Begrünung noch auf dem schmalsten Zipfel Dachfläche. Zeigt durchaus, dass nachhaltig gedachte und konzipierte Architektur ein Gesicht haben kann, eine „lebendige Ästhetik„, die der lustige und sehr wichtige Herr Oberhofarchitekt Prix aus Wien für ganz und gar unmöglich hält. Zeigt aber auch, dass es hier, wie bei leider so vielen Häusern, doch sehr um den vordergründigen Schein, die schnelle Vermarktbarkeit geht. Und mit den Härten der Stadt-Natur kommt man offenbar nicht zurecht.

Überhaupt ist diese Natur inmitten der ganzen technoiden Ökoarchitektur äußerst lästig, trübt, ja bekleckert das ganze CO2- und auch sonstwie rückstandsfreie Erscheinungsbild. Da greift man dann auch einmal zum Gartenzwerg respektive zur künstlichen Krähe, um damit ein Abschreckungsszenario für marodierende Tauben aufzubauen. So viel Ästhetik muss sein! Da stehen die Krähen, ernsthaft und düster, finster entschlossen, jeden Angriff der Stadtnatur auf den Ökohaustempel abzuwehren. Bizarr. Und entfremdet.

← Vorheriger Beitrag

Nächster Beitrag →

1 Kommentar

  1. Im fast vergangenen harten Winter muss ein ausgehungerter Falke eine Krähe gerissen haben. Der schwarze Astralleib ist verschwunden, es stehen nur noch zwei staksige Krähenbeine herum. Leider hat er dann die übrigen verschmäht. Mit denen haben die Tauben inzwischen Freundschaft geschlossen, so dick, dass die Krähen den Tauben gestatten, sich auf ihren Kopf zu setzen und ihn zu be-scheißen. Das Lehrstück geht weiter.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.