Dieser Herbst scheint lange anzudauern und die Bäume halten und halten ihr Laub, während die Färbung stetig von Tag zu Tag intensiver wird. Schon fast November und immer noch leuchten selbst die Ahorne in den schönsten Gold- und Rottönen.

Die Hainbuche (Carpinus betulus) ist ein für München typischer Baum und ist in den nördlichen und westlichen Stadtbereichen auch von Natur aus „angestammt“, weil er auf leicht grundwasser-beeinflussten Böden optimal gedeiht. In den Lohwäldern, die den äußeren Rand des trockenen Teils der Münchner Schotterebene markieren, kurz bevor das Grundwasser in den Niedermooren an die Oberfläche tritt, ist die Hainbuche eine Hauptart und bestandsbildend. Hauptsächlich ist sie jedoch als Heckenpflanze, die sich bereitwillig schneiden und in Form bringen lässt, bekannt. Viel zu selten wird sie als Parkbaum eingesetzt. Besonders reizvoll wirkt sie in mehrstämmiger Form und dann in Gruppen/Hainen gepflanzt.

Im Herbst verfärben sich die Blätter vom sommerlichen gelblich grünen hin zu einem kräftig gelben Farbton. Im nachmittäglichen Gegenlicht ist gut erkennbar, welchen Angriffen sie unterm Jahr ausgesetzt waren: Fraßschäden, diverser Pilzbefall und mehr. Bald fällt das Laub und zersetzt sich rasch zu sehr gutem Humus, der in jedem Staudenbeet willkommen ist oder den Boden unter der Hecke Jahr um Jahr verbessert. Wären da nicht die Laubbläser…