Eine verkehrsreiche Kreuzung im Nordwesten Münchens, am Ende der Landshuter Allee, einer Fortsetzung des Mittleren Rings. Bis vor wenigen Tagen verbarg sich dort hinter einem dichten Gestrüpp von Robinien und allerlei Wildwuchs der nördlichste Zipfel des Olympiaparks. Kaum bekannt, kaum zu sehen und fast nur von den Anwohnern zum Ausführen der Hunde genutzt. Doch das Gebiet wandelt sich: ehemalige Stadtrand- und Gewerbebrachen werden bebaut, der Transrapidtraum ist ausgeträumt und vielleicht steht bald die Eisenbahntrasse samt Brücke als Fußgängerbrücke zur Verfügung.

Das war einer der letzten unerfüllten Wünsche des Olympiapark-Planers Günter Grzimek, die kreuzungsfreie Querung der Ausfallstraßen und die Anbindung des Parks an das nördliche Seengebiet. Noch ist es nicht so weit – doch dieser Tage konnten wir damit beginnen, den Park an dieser Stelle überhaupt wieder ins Licht zu rücken, zu öffnen zur Stadt hin.

Welche Räume sich da auf einmal weiten! Bislang eine fast vergessene Grünrestfläche – und jetzt auf einmal kann man erkennen, dass tatsächlich bereits an dieser Kreuzung die Parklandschaft des Olympiaparks sich zu entfalten beginnt. Künftig sollen die vorhandenen großen Ahorne, Platanen und Linden eingebunden sein in einen großzügigen Eichenhain, in den ersten Jahren, bis die Eichen herangewachsen sind, durchspielt von blühenden Wildkirschen. (11.11.2009)